Kaufmann von Speyer und die Burg Spangenberg. Ein Fall individueller jüdischer Resilienz im späten 14. Jahrhundert

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Montag, 15. April 2019 19:30–21:30 Uhr

Kursnummer 10104
Dozent/in Jörg R. Müller(Trier)
Datum Montag, 15.04.2019 19:30–21:30 Uhr
Gebühr kostenlos
Ort

Villa Ecarius
Bahnhofstr. 54
67346 Speyer
Vortragssaal

Kursort

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Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein der Pfalz e.V., Bezirksgruppe Speyer.
Am 18. Juni 1385 verlieh Erzbischof Adolf I. von Mainz, Administrator des Bistums Speyer, die hochstiftisch-speyerische Burg Spangenberg auf sechs Jahre an den in Speyer ansässigen Juden Kaufmann. Dass Aufbau und Inhalt der Urkunde weitgehende Übereinstimmung mit Lehnsauftragungen der Speyerer Bischöfe aufweisen, hat bereits vor geraumer Zeit Spekulationen über eine ansonsten im Reichsgebiet bislang nicht nachgewiesene Belehnung eines Juden mit einer Burg ausgelöst. Dagegen wurde von der Forschung bislang völlig übersehen, dass die zeitlich befristete Übertragung der Feste einen höchst aufschlussreichen Fall „individueller Resilienz“ eines gut informierten und weit vernetzten Speyerer Juden vor dem Hintergrund sich abzeichnender antijüdischer Gewaltmaßnahmen repräsentiert.

Jörg R. Müller Hauptdozent


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