Nachhaltigkeit | Umwelt
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Speyer blüht auf – Gemeinsam pflanzen wir Vielfalt!
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bieneninitiative.
Speyer soll aufblühen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeinsam möchten wir ein sichtbares Zeichen für Artenvielfalt, lebendige Stadtnatur und gemeinschaftliches Handeln setzen. Dafür planen wir ein großes, stadtweites Pflanzprojekt, bei dem Blumenzwiebeln in öffentlichen und halböffentlichen Bereichen, in Höfen, an Wegen und in kleinen versteckten Winkeln der Stadt gesetzt werden.
Im Frühjahr 2027 soll Speyer in einem Meer aus Blüten stehen – ein farbenfroher Start in die Saison und ein starkes Signal für Biodiversität und Zusammenhalt. Unterstützt wird das Projekt durch einen Vortrag und fachliche Begleitung bei denen Standorte, Pflanzkonzepte, Materialbedarf und Aufgaben gemeinsam abgestimmt werden.
Warum Blumenzwiebeln?
- Sie gehören zu den ersten Nahrungsquellen im Jahr für Wildbienen und andere Insekten.
- Viele Arten sind pflegeleicht, langlebig und überraschend widerstandsfähig.
- Sie bringen Farbe und Freude selbst an Orten, die sonst eher unscheinbar sind.
- Sie sind ein idealer Einstieg in naturnahe Gestaltung – niedrigschwellig, gemeinschaftsstiftend, gut planbar.
Wie läuft das Projekt ab?
1. Vortrag & Vernetzung (10.09.2026)
2. Zwiebelaktionstag (31.10.2026)
3. Dokumentation & Patenschaften: Wer möchte, übernimmt einfache Pflege oder hilft, die Entwicklung der Blühstellen zu beobachten.
4. Großes Aufblühen (Frühjahr 2027): Speyer zeigt, was gemeinschaftliches Handeln bewirken kann.
Wasserschutz in Rheinland-Pfalz –
Die Wasserschutzberatung Rheinland-Pfalz wurde 2014 als kooperative, kostenfreie Beratungsstruktur zur Verbesserung der Grund- und Oberflächengewässer gegründet. Im Fokus stehen belastete Gebiete, Wasserschutz- und Wassereinzugsgebiete sowie erosionsgefährdete Regionen. Zentrale Aufgabe ist nach dem Prinzip „Alle an einem Tisch“ die Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgern, landwirtschaftlichen Betrieben, Behörden und Berufsstandvertretern. Aktuell bestehen 25 Kooperationen mit 305 Betrieben, auf deren Kooperationsflächen (insgesamt 10.825 Hektar) durch einzelbetriebliche Beratung Bodenpflege und Düngemanagement optimiert werden. Ein wesentliches Instrument ist die Förderung gewässerschonender Maßnahmen über den „Wassercent“, sofern diese über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Im Weinbau spielen dabei Begrünungssysteme, reduzierte Bodenbearbeitung und angepasste Düngestrategien eine zentrale Rolle. Der Herbst-Nmin-Wert dient als wichtiger Indikator für Nitratverlagerung ins Grundwasser. Ergänzend wird die Stickstoffbilanz als zweiter Bewertungsmaßstab genutzt. Ziel ist eine ausgeglichene Bilanz durch angepasste Düngung und Nutzung organischer Stickstoff-Quellen.
Trägt die praxisnahe Beratung und enge Vernetzung der Akteure wirksam zum Gewässerschutz bei und wie groß ist der Erfolg der Wasserschutz-Kooperationen?
Referentin
Dr. Claudia Huth/ Wasserschutzberatung Rheinland-Pfalz, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz
Faszination Boden –
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem BUND, Kreisgruppe Speyer.
Unter unseren Füßen wimmelt das Leben – und doch nehmen wir es kaum wahr. Dr. Tatjana Schneckenburger zeigt in ihrem Vortrag, wie faszinierend vielfältig die Welt des Bodens ist und warum diese Vielfalt so wichtig ist, für fruchtbare Erde, Klima und unser Leben. Dazu gibt’s praktische Tipps, wie wir selbst gesunde Böden erkennen und zu ihrem Schutz beitragen können.
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Pflanzenschutzmittelrückstände in Obst und Gemüse –
In Deutschland wird aktuell nur etwa ein Sechstel des Bedarfs an Obst aus heimischem Anbau gedeckt. Auch 60% unseres Gemüses wird durchschnittlich importiert - nur bei Weißkohl und Rotkohl übertrifft die Erzeugung den Bedarf. Gründe für den geringen Selbstversorgungsgrad sind die klimatischen Bedingungen, ganzjährige Konsumgewohnheiten, vergleichsweise hohe Produktionskosten und die Verfügbarkeit von Ackerflächen.
Als eines der wichtigsten Gemüseanbaugebiete Deutschlands hat sich unter anderem aufgrund des milden Klimas der "Gemüsegarten Deutschlands" in der Pfalz etabliert und trägt so maßgeblich zur heimischen Erzeugung bei. Hierbei werden im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes auch Pflanzenschutzmittel eingesetzt, deren Anwendung zum Schutz von Mensch und Umwelt strengen rechtlichen Regelungen unterliegt.
Geht es in der Öffentlichkeit um Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln, werden oft die Ergebnisse der stichprobenartigen, amtlichen Lebensmittelüberwachung berichtet und diskutiert. In diesem Vortrag erhalten Sie Einblicke darin, wie regionale Gemüsebaubetriebe unter Einbindung fachlicher Beratung sowie komplexer Laboranalytik die Qualität ihrer Erzeugnisse routinemäßig sicherstellen und welche Herausforderungen dabei auftreten können. Zudem erfahren Sie, welche Bewertungsgrundlagen für frisches Obst und Gemüse gelten.
Wie steht es um die Qualität von Pfälzer Obst und Gemüse und den Pfälzer Gemüsebau?
Referenten
Dr. Andreas Hildebrand, Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Speyer
Philipp Engel, Gesellschaft für Bodenberatung, Laboruntersuchung und Qualitätsprüfung (BOLAP GmbH)