Geschichte | Zeitgeschichte
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Die turbulente Vorgeschichte
Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein der Pfalz e.V., Bezirksgruppe Speyer.
Der Speyerer Reichstag von 1526 stellte eine erste wichtige Zäsur in den Konflikten um die Reformation im Reich dar. Seit der Exkommunikation Martin Luthers durch den Papst und das Wormser Edikt von 1521 hatten sich die Befürworter und die Gegner der Reformation ineinander verhakt. Wie sollte das zunehmend unversöhnliche Gegeneinander einer Lösung zugeführt werden? Diese Frage bestimmte den Reichstag von 1526. Der Vortrag geht der Vorgeschichte der Verhandlungen nach und skizziert die politischen und kirchlichen Spannungen der frühen 1520er Jahre.
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Verantwortung vor Gott und den Menschen –
Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein der Pfalz e.V., Bezirksgruppe Speyer.
Nach dem Speyrer Reichstag 1526 wurde in dessen Abschied den Fürsten und Reichsständen zugestanden‚ für sich „also zu leben, zu regieren und zu halten, wie ein jeder solches gegen Gott, und Käyserl. Majestät hoffet und vertraut zu verantworten“. Was bedeutete diese „Verantwortung“ und welche Folgen hatte sie für Kirche und Reich? Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Johannes Schilling (geb. 1951) war von 1993 bis 2016 Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und von 1999 bis 2023 Präsident der Luther-Gesellschaft. Er ist Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Kopenhagen.
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Chinas Blick auf die Welt
Wie sieht China die Welt – und sich selbst – im 21. Jahrhundert?
Dieser Vortrag beleuchtet, wie die Volksrepublik China unter historischen, kulturellen und politischen Gesichtspunkten auf das aktuelle Weltgeschehen blickt. Im Mittelpunkt steht nicht die Bewertung, sondern das Verständnis: Welche Erfahrungen prägen Chinas Selbstbild? Welche Denkmuster leiten die chinesische Außenpolitik? Und wie erklärt sich Chinas neuer geopolitischer Anspruch aus seiner Geschichte?
Der Vortrag vermittelt fundierte Einblicke in die chinesische Perspektive und lädt zum reflektierten Nachdenken über unterschiedliche Sichtweisen auf die Weltordnung ein.
Bücherverbote sind kein Phänomen vergangener Zeiten
Die Veranstaltung wird organisiert von Literatur und Musik Verein zur Förderung des Kulturdialogs in Kooperation mit der Stadtbibliothek Speyer und der vhs Speyer.
Besonders in einigen Bundesstaaten der USA gibt es derzeit eine Welle von Büchern, die verbannt werden, darunter viele Titel die im Kanon als Klassiker gelten. Diese Titel verschwinden aus Schul- und Gemeindebibliotheken, oft ohne öffentliche Debatte. Somit wird Literatur der öffentliche Raum genommen und aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht.
Der Vortrag beleuchtet vor allem die aktuelle Situation, zeigt, welche Themen am häufigsten betroffen sind. Gleichzeitig geht es um die Frage, welche Bedeutung solche Eingriffe für eine offene Gesellschaft und für die Freiheit von Literatur haben.
Julia Balogh ist seit 20 Jahren in der Verlagsbranche mit dem Schwerpunkt auf internationalem Rechtemanagement tätig. In diesem Zusammenhang war sie schon vielfach mit „Banned Books“ und Tabuthemen in verschiedenen Ländern konfrontiert. Sie freut sich auf die Diskussion über die Grenzen literarischer Freiheit.
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Freiheit und Gebundenheit des Gewissens
Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein der Pfalz e.V., Bezirksgruppe Speyer.
Auf dem Reichstag zu Worms 1521 hatte sich Martin Luther vor Kaiser und Reich auf sein an Gottes Wort gebundenes Gewissen berufen und damit einen Widerruf seiner reformatorischen Positionen abgelehnt. Mit dem Wormser Edikt verhängte der Kaiser daraufhin die Reichsacht über ihn und verbot die Verbreitung seiner Lehre. Fünf Jahre später stellte der Speyrer Reichsabschied 1526 die Durchführung dieses Edikts in die Verantwortung der Obrigkeiten gegenüber Gott, und im Jahr 1529 machten die Evangelischen in der Speyerer Protestation deutlich, dass man sich in Angelegenheiten, die Gottes Ehre und das Seelenheil betreffen, nicht an Mehrheitsentscheidungen ausrichten könne. Dem Gewissen als einer Instanz, die sich an Gottes Wort auszurichten und vor Gott zu verantworten hat, kam also auch in politischen Dimensionen Gewicht zu. Diesen Spuren geht der Vortrag nach. Prof. Dr. Dr. h.c. Irene Dingel war bis 2022 Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte Mainz (Abt. für Abendländische Religionsgeschichte) und ist gegenwärtig Senior-Forschungsprofessorin an der Johannes-Gutenberg-Universität und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Dort leitet sie das Forschungsprojekt Europäische Religionsfrieden Digital (EuReD).
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