Gesellschaft, Politik, Umwelt
Ziele: vhs sind Orte der politischen Bildung und fördern allgemeines Engagement für demokratische Werte, Menschenrechte und gegen Fundamentalismus. Die Kurse sollen Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenzen fördern. Das Programmangebot umfasst politische, soziale, ökonomische, ökologische, rechtliche, geschichtliche, psychologische und pädagogische Themen.
Kurse (29)
Loading...
Speyer blüht auf – Gemeinsam pflanzen wir Vielfalt!
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bieneninitiative.
Speyer soll aufblühen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeinsam möchten wir ein sichtbares Zeichen für Artenvielfalt, lebendige Stadtnatur und gemeinschaftliches Handeln setzen. Dafür planen wir ein großes, stadtweites Pflanzprojekt, bei dem Blumenzwiebeln in öffentlichen und halböffentlichen Bereichen, in Höfen, an Wegen und in kleinen versteckten Winkeln der Stadt gesetzt werden.
Im Frühjahr 2027 soll Speyer in einem Meer aus Blüten stehen – ein farbenfroher Start in die Saison und ein starkes Signal für Biodiversität und Zusammenhalt. Unterstützt wird das Projekt durch einen Vortrag und fachliche Begleitung bei denen Standorte, Pflanzkonzepte, Materialbedarf und Aufgaben gemeinsam abgestimmt werden.
Warum Blumenzwiebeln?
- Sie gehören zu den ersten Nahrungsquellen im Jahr für Wildbienen und andere Insekten.
- Viele Arten sind pflegeleicht, langlebig und überraschend widerstandsfähig.
- Sie bringen Farbe und Freude selbst an Orten, die sonst eher unscheinbar sind.
- Sie sind ein idealer Einstieg in naturnahe Gestaltung – niedrigschwellig, gemeinschaftsstiftend, gut planbar.
Wie läuft das Projekt ab?
1. Vortrag & Vernetzung (10.09.2026)
2. Zwiebelaktionstag (31.10.2026)
3. Dokumentation & Patenschaften: Wer möchte, übernimmt einfache Pflege oder hilft, die Entwicklung der Blühstellen zu beobachten.
4. Großes Aufblühen (Frühjahr 2027): Speyer zeigt, was gemeinschaftliches Handeln bewirken kann.
Veränderungsstress. Warum tun sich Gesellschaften
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren.
Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben.
Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen.
Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.
2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher „Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt“ (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie „Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft“ (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für „Ungleich Vereint“ erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
Wasserschutz in Rheinland-Pfalz –
Die Wasserschutzberatung Rheinland-Pfalz wurde 2014 als kooperative, kostenfreie Beratungsstruktur zur Verbesserung der Grund- und Oberflächengewässer gegründet. Im Fokus stehen belastete Gebiete, Wasserschutz- und Wassereinzugsgebiete sowie erosionsgefährdete Regionen. Zentrale Aufgabe ist nach dem Prinzip „Alle an einem Tisch“ die Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgern, landwirtschaftlichen Betrieben, Behörden und Berufsstandvertretern. Aktuell bestehen 25 Kooperationen mit 305 Betrieben, auf deren Kooperationsflächen (insgesamt 10.825 Hektar) durch einzelbetriebliche Beratung Bodenpflege und Düngemanagement optimiert werden. Ein wesentliches Instrument ist die Förderung gewässerschonender Maßnahmen über den „Wassercent“, sofern diese über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Im Weinbau spielen dabei Begrünungssysteme, reduzierte Bodenbearbeitung und angepasste Düngestrategien eine zentrale Rolle. Der Herbst-Nmin-Wert dient als wichtiger Indikator für Nitratverlagerung ins Grundwasser. Ergänzend wird die Stickstoffbilanz als zweiter Bewertungsmaßstab genutzt. Ziel ist eine ausgeglichene Bilanz durch angepasste Düngung und Nutzung organischer Stickstoff-Quellen.
Trägt die praxisnahe Beratung und enge Vernetzung der Akteure wirksam zum Gewässerschutz bei und wie groß ist der Erfolg der Wasserschutz-Kooperationen?
Referentin
Dr. Claudia Huth/ Wasserschutzberatung Rheinland-Pfalz, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz
Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen Europas
Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht.
Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten.
Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen?
Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander?
Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir?
Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten.
Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” und lehrt an der Universität Eichstätt.
Made in Dagenham (2010)
Im England der späten 1960er Jahre führt die Näherin Rita O’Grady ein normales, unspektakuläres Leben. Sie ist Ehefrau und Mutter und arbeitet in den Ford-Werken von Dagenham. Doch dann steht sie unverhofft an der Spitze der 187-köpfigen Abteilung der Näherinnen, die die Bezüge für die Autositze fertigen, und muss die Frauen gegenüber Gewerkschaftsführern und Firmenbossen repräsentieren, obwohl sie über keinerlei politische Erfahrung verfügt. Einerseits schüchtern und unsicher, andererseits mit gesundem Menschenverstand und ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn ausgestattet, demonstriert sie ungeahnte Fähigkeiten und Talente, erfindet sich neu und bleibt dabei doch mit beiden Beinen auf dem Boden, bewahrt sich ihre unprätentiöse Natürlichkeit.
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Hannah Arendt – Denken ist gefährlich
Eine Kooperationsveranstaltung der Stadtbibliothek und der vhs im Rahmen der SchUM Kulturtage 2026. „Wer war Hannah Arendt?" Dass dies eine schwierige Frage sei, legt das dokumentarische Porträt „Hannah Arendt - Denken ist gefährlich" gleich zu Beginn offen. Das Werk des Regietrios Jeff Bieber, Chana Gazit und Sabine Krayenbühl bringt bereits in den ersten Minuten diverse Beschreibungen der Person ins Spiel. Arendt sei „durch und durch lebendig" gewesen, eine „furchtlose Denkerin". Auch ihre Produktivität als Autorin kommt zur Sprache. Im Folgenden greift der Film dann oft auf Arendts eigene Worte zurück, damit wir uns ein differenziertes Bild von ihr und von ihren Überzeugungen machen können.
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Trump und die MAGA-Bewegung
Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA.
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Auf den Spuren der „Nonnensusel“
Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Pfalz e.V., Bezirksgruppe Speyer.
Der 1828 in Klingenmünster geborene August Becker studierte in München Geschichte und arbeitete im Anschluss bei verschiedenen Zeitungen. Daneben machte er sich als Schriftsteller einen Namen. 1868 verlegte er seinen Wohnsitz nach Eisenach, wo er 1891 starb. Sein bekanntestes Werk ist die kulturhistorische Untersuchung „Die Pfalz und die Pfälzer“ aus dem Jahr 1858. Viele seiner schriftstellerischen Werke haben regionale Bezüge, so auch der 1886 erstmals erschienene Heimatroman „Die Nonnensusel“. Die Referent*innen untersuchen unter anderem auf der Grundlage des schriftlichen Nachlasses von August Becker, der in der Pfälzischen Landesbibliothek liegt, wie viel Wahrheitsgehalt sich hinter dem Roman und seinen Figuren verbirgt. Dabei arbeitet sie den Roman und seine Hintergründe mit Hilfe der überlieferten Vorarbeiten, Recherchen und Notizen August Beckers und unter Bezugnahme auf die heutigen topographischen Gegebenheiten auf.
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Jungsein in Demokratie & Diktatur
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken.
Gesprächsgast 1: Lisa Trebs
Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen.
Gesprächsgast 2: Tim Eisenlohr
Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule.
Moderation: Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft.
Zupa nic
Das Leben der Romantikerin Marta, Tadek, des gedemütigten Intellektuellen und Elzbieta, der freiheitsliebenden Solidarność-Aktivistin ändert sich, als sie nach langen Jahren das erträumte Auto, einen „Maluch“ kaufen dürfen! Das wird ein unerwarteter Sprung in die große Welt sein: Die Familie fährt zum Plattensee und Ela und Tadek entdecken ihre Berufung zum Handel und zu Auslandsreisen. Eine wechselhafte Komödie über die Absurditäten des Lebens in der Volksrepublik Polen und eine sentimentale Reise in die Vergangenheit.
Polnischsprachiges Original mit englischen Untertiteln (94 Min.).
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Wie einfach kann ein lebendes System sein?
Die Biologie definiert die Zelle als kleinste Einheit des Lebens. Aber selbst die einfachsten Zellen auf der Erde sind unglaublich komplex, so dass es praktisch unmöglich ist, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
Auch haben wir noch immer keine Kenntnis davon, wie die erste Zelle überhaupt entstanden sein könnte.
Aus diesem Grund versuchen wir, wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachzubilden, um eine Vorstellung von den physikalischen und chemischen Bedingungen zu bekommen, die notwendig sind, damit aus einem chemischen System ein biologisches System wird.
Dazu verwenden wir den Ansatz der Synthetischen Biologie, der zelluläre Systeme in einzelne Funktionsmodule zerlegt, die unabhängig voneinander untersucht werden können.
Von besonderem Interesse für uns ist die Funktion der Zellteilung.
Derzeit wird versucht, ein möglichst einfaches molekulares System aufzubauen, das in der Lage ist, sogenannte Membranvesikel, die einfachsten Modelle von Zellhüllen, autonom in zwei Tochterzellen zu teilen. Zu diesem Zweck verwenden wir einige Proteinsysteme aus E.coli-Bakterien.
Petra Schwille studierte Physik und Philosophie und promovierte 1996 an der TU Braunschweig mit einer Dissertation am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, bei Nobelpreisträger Manfred Eigen. Im Jahr 2002 nahm sie einen Ruf auf eine Professur für Biophysik am neu gegründeten BIOTEC-Zentrum der TU Dresden an. Seit 2012 ist sie Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am MPI für Biochemie und Honorarprofessorin für Physik an der LMU München. Sie ist u. a. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
La vita da grandi
mit Matilda De Angelis, Yuri Tuci, Maria Amelia Monti
Irene, eine entschlossene Werbefachfrau aus Rom, kehrt nach Jahren in ihre Heimat Rimini zurück, um sich um ihren älteren Bruder Omar zu kümmern, einen autistischen Mann mit klaren Zielen: Er will heiraten, drei Kinder haben und als Rapper berühmt werden. Irene startet für ihn ein intensives Programm zur Selbstständigkeit – ein herausfordernder Weg für beide Geschwister (95 Min.).
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Faszination Boden –
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem BUND, Kreisgruppe Speyer.
Unter unseren Füßen wimmelt das Leben – und doch nehmen wir es kaum wahr. Dr. Tatjana Schneckenburger zeigt in ihrem Vortrag, wie faszinierend vielfältig die Welt des Bodens ist und warum diese Vielfalt so wichtig ist, für fruchtbare Erde, Klima und unser Leben. Dazu gibt’s praktische Tipps, wie wir selbst gesunde Böden erkennen und zu ihrem Schutz beitragen können.
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Freiheit auf 4 Rädern
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Alpenverein, Sektion Speyer.
Hans Thurner hat einen Traum – und setzt ihn in die Tat um. Der ehemalige Werkzeugmacher kauft einen Kastenwagen und verwandelt ihn mit großem handwerklichem Können in ein echtes Traumhaus auf Rädern. Drei Monate, ein paar Tausend Schrauben und ganz viel Herzblut später ist der Camper fertig und die Wohnung gekündigt!
Seitdem lebt Hans Vollzeit im Van. Ob als Bergführer in den Alpen oder als freiheitsliebender Weltenbummler – sein Zuhause fährt einfach mit. Klingt verrückt? Ist es auch. Aber auf die beste Art!
Mit Kamera, Neugier und viel Reiselust an Bord geht’s ans Nordkap – durch Wälder, über Seen, mitten in die Magie Skandinaviens. Korsika? Wild und wunderschön. Der Balkan? Ein echter Geheimtipp! Rumänien? Ursprünglich und überraschend vielseitig. Von Albaniens wilder Natur bis zu Griechenlands Bilderbuchküsten – Hans hat’s gesehen, erlebt und fotografiert.
Seine Live-Reportage ist ein Roadtrip für die Seele: voller Geschichten, Bilder und Momente, die nach Freiheit riechen. Ideal für alle, die Fernweh haben und einfach mal raus aus dem Alltag wollen – egal, ob mit Wanderschuh, Kamera oder Tagträumerei im Gepäck.
Eintritt an der Abendkasse: 8,00 €
Astérix et le domaine des Dieux – Asterix im Land der Götter
Film von Louis Clichy, Alexandre Astier mit Roger Carel, Guillaume Briat, Lorànt Deutsch
Die unnachgiebigen Gallier aus dem Dorf von Asterix widersetzen sich immer noch dem römischen Eindringling. Cäsar versteht, dass er nichts mit Gewalt erreichen kann, denn sie verfügen über den berühmten magischen Trank, der sie unbesiegbar macht. Er verfolgte eine weniger kriegerische, aber scheinbar effektivere Strategie. Cäsar entsandte seine besten Architekten, um eine Reihe von Gebäuden zu bauen, die als Domaine des dieux (Domäne der Götter) bezeichnet wurden und für römische Eigentümer bestimmt waren (85 Min.).
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Franz Kafka und Prag
Prag, die Hauptstadt Böhmens, war um 1900 durchaus nicht das gemütliche K.-u.-k.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen.
Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte.
Aber auch das Tempo, mit dem eine Vielzahl technischer Innovationen innerhalb weniger Jahre durchgesetzt wurde, ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen.
Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag.
Dr. Reiner Stach studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik.
1987 erschien seine Monographie „Kafkas erotischer Mythos“. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung „Kafkas Braut“, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte.
2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für „Kafka: Die Jahre der Erkenntnis“ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet.
Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.
Japanische Teezeremonie selbst erleben
In Deutschland ist Matcha momentan ein beliebter Trend. Matcha-Latte, Matcha-Schokolade, Matcha-Kuchen und vieles mehr. Dieser Matcha-Tee ist in Japan ein Getränk, das im Rahmen der Teezeremonie vom Gastgeber für die Gäste zubereitet wird, um ihnen Gastfreundschaft zu bieten. Möchten Sie nicht einmal die japanische Teezeremonie selbst erleben, indem Sie nicht als Gast, sondern als Gastgeber teilnehmen? Durch diese Erfahrung können Sie den wahren Geist der Teezeremonie, der mit dem Buddhismus verbunden ist, spüren.
Die Stadt Speyer im Jahr des Reichstages 1526
Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Pfalz e.V., Bezirksgruppe Speyer.
Drei Vorträge im Frühjahr 2026 beleuchteten den Speyerer Reichstag von 1526 in seiner allgemeinen reichs- und konfessionsgeschichtlichen Bedeutung. Nun ist es an der Reihe, die Gastgeberin vorzustellen: die Freie Stadt Speyer. Wie sah es damals in ihr aus? Wie groß war sie? Wie war sie organisiert? Wer hatte in ihr „das Sagen“? Welche weltlichen Einrichtungen gab es hier, vom Bürgerspital bis zur Münze? Und welche Vielfalt an geistlichen Einrichtungen, vom Dom und seinen „Nebenstiften“ bis zu Klöstern und Beginenhäusern? Wie war das Verhältnis untereinander? Welche Trends und Veränderungen gab es in den Jahren zuvor, innerhalb der Bürgerschaft und zwischen Rat und Geistlichkeit? Was hat sich kurz zuvor, im zeitlichen Umfeld des Bauernkriegs, in Speyer zugetragen? Wie war Speyer vernetzt, innerhalb des Reiches und in der Region? Woher kam der Wohlstand, die Finanzkraft der Stadt? Warum gehörte Speyer zum kleinen Kreis der Städte, die in dieser Zeit einen Reichstag „stemmen“ konnten?
Eine Anmeldung ist erforderlich!
Die Essenz des Rechts – eine philosophische Reise durch die Grundbegriffe des Rechts
Was hält uns im Innersten zusammen? Ist das Recht nur eine Sammlung von Paragrafen oder das moralische Rückgrat unseres Zusammenlebens? In dieser dreiteiligen Vortragsreihe verlassen wir den Gerichtssaal und begeben uns auf eine spannende Spurensuche zu den Wurzeln unserer Ordnung.
Gemeinsam mit den großen Köpfen der Geistesgeschichte – von Immanuel Kant und Hannah Arendt über John Rawls und Karl Popper bis hin zu Jacques Lacan – gehen wir der ultimativen Frage nach: Gibt es Gerechtigkeit?
Wir laden Sie ein, den Blick zu schärfen für die unsichtbaren Prinzipien, die unseren Alltag und unsere Demokratie bestimmen.
Teil 3: Was ist Würde?
Der unantastbare Kern des Menschseins: Warum die Würde die Grenze jeder politischen Macht sein muss.
Hinweis: Die Vorträge sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander besucht werden. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich – nur die Freude am Denken!
Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus.
Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert.
Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert.
Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht.
Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst
Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Davor forschte er u. a. an dem Institut für Zeitgeschichte, an der Harvard University, in Princeton, in Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.