Vortragsreihe Lufa Speyer
Kurse (3)
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Nutztierhaltung und Tierwohl –
Was bedeutet Tierwohl eigentlich – und können wir wirklich erkennen, wie gut es Tieren in der Landwirtschaft geht?
Der Vortrag gibt spannende Einblicke in moderne Nutztierhaltung, erklärt verständlich aktuelle Tierwohl-Labels und hinterfragt verbreitete Annahmen rund um Bio, Stallgrößen und „glückliche Tiere“. Dabei wird auch diskutiert, ob es landwirtschaftlich gehaltenen Tieren unter bestimmten Bedingungen sogar besser gehen kann als Wildtieren. Anschauliche Praxisbeispiele und wissenschaftliche Erkenntnisse machen das Thema greifbar und regen zum Mitdenken an.
Referentin
Dr. Johanna Ahmann/ Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung, Hofgut Neumühle
Wasserschutz in Rheinland-Pfalz –
Die Wasserschutzberatung Rheinland-Pfalz wurde 2014 als kooperative, kostenfreie Beratungsstruktur zur Verbesserung der Grund- und Oberflächengewässer gegründet. Im Fokus stehen belastete Gebiete, Wasserschutz- und Wassereinzugsgebiete sowie erosionsgefährdete Regionen. Zentrale Aufgabe ist nach dem Prinzip „Alle an einem Tisch“ die Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgern, landwirtschaftlichen Betrieben, Behörden und Berufsstandvertretern. Aktuell bestehen 25 Kooperationen mit 305 Betrieben, auf deren Kooperationsflächen (insgesamt 10.825 Hektar) durch einzelbetriebliche Beratung Bodenpflege und Düngemanagement optimiert werden. Ein wesentliches Instrument ist die Förderung gewässerschonender Maßnahmen über den „Wassercent“, sofern diese über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Im Weinbau spielen dabei Begrünungssysteme, reduzierte Bodenbearbeitung und angepasste Düngestrategien eine zentrale Rolle. Der Herbst-Nmin-Wert dient als wichtiger Indikator für Nitratverlagerung ins Grundwasser. Ergänzend wird die Stickstoffbilanz als zweiter Bewertungsmaßstab genutzt. Ziel ist eine ausgeglichene Bilanz durch angepasste Düngung und Nutzung organischer Stickstoff-Quellen.
Trägt die praxisnahe Beratung und enge Vernetzung der Akteure wirksam zum Gewässerschutz bei und wie groß ist der Erfolg der Wasserschutz-Kooperationen?
Referentin
Dr. Claudia Huth/ Wasserschutzberatung Rheinland-Pfalz, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz
Pflanzenschutzmittelrückstände in Obst und Gemüse –
In Deutschland wird aktuell nur etwa ein Sechstel des Bedarfs an Obst aus heimischem Anbau gedeckt. Auch 60% unseres Gemüses wird durchschnittlich importiert - nur bei Weißkohl und Rotkohl übertrifft die Erzeugung den Bedarf. Gründe für den geringen Selbstversorgungsgrad sind die klimatischen Bedingungen, ganzjährige Konsumgewohnheiten, vergleichsweise hohe Produktionskosten und die Verfügbarkeit von Ackerflächen.
Als eines der wichtigsten Gemüseanbaugebiete Deutschlands hat sich unter anderem aufgrund des milden Klimas der "Gemüsegarten Deutschlands" in der Pfalz etabliert und trägt so maßgeblich zur heimischen Erzeugung bei. Hierbei werden im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes auch Pflanzenschutzmittel eingesetzt, deren Anwendung zum Schutz von Mensch und Umwelt strengen rechtlichen Regelungen unterliegt.
Geht es in der Öffentlichkeit um Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln, werden oft die Ergebnisse der stichprobenartigen, amtlichen Lebensmittelüberwachung berichtet und diskutiert. In diesem Vortrag erhalten Sie Einblicke darin, wie regionale Gemüsebaubetriebe unter Einbindung fachlicher Beratung sowie komplexer Laboranalytik die Qualität ihrer Erzeugnisse routinemäßig sicherstellen und welche Herausforderungen dabei auftreten können. Zudem erfahren Sie, welche Bewertungsgrundlagen für frisches Obst und Gemüse gelten.
Wie steht es um die Qualität von Pfälzer Obst und Gemüse und den Pfälzer Gemüsebau?
Referenten
Dr. Andreas Hildebrand, Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Speyer
Philipp Engel, Gesellschaft für Bodenberatung, Laboruntersuchung und Qualitätsprüfung (BOLAP GmbH)