Freiheit und Gebundenheit des Gewissens
Die Dimension und der Begriff des Gewissens auf dem Reichstag in Worms 1521 und den Speyerer Reichsabschieden von 1526 und 1529
Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein der Pfalz e.V., Bezirksgruppe Speyer.
Auf dem Reichstag zu Worms 1521 hatte sich Martin Luther vor Kaiser und Reich auf sein an Gottes Wort gebundenes Gewissen berufen und damit einen Widerruf seiner reformatorischen Positionen abgelehnt. Mit dem Wormser Edikt verhängte der Kaiser daraufhin die Reichsacht über ihn und verbot die Verbreitung seiner Lehre. Fünf Jahre später stellte der Speyrer Reichsabschied 1526 die Durchführung dieses Edikts in die Verantwortung der Obrigkeiten gegenüber Gott, und im Jahr 1529 machten die Evangelischen in der Speyerer Protestation deutlich, dass man sich in Angelegenheiten, die Gottes Ehre und das Seelenheil betreffen, nicht an Mehrheitsentscheidungen ausrichten könne. Dem Gewissen als einer Instanz, die sich an Gottes Wort auszurichten und vor Gott zu verantworten hat, kam also auch in politischen Dimensionen Gewicht zu. Diesen Spuren geht der Vortrag nach. Prof. Dr. Dr. h.c. Irene Dingel war bis 2022 Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte Mainz (Abt. für Abendländische Religionsgeschichte) und ist gegenwärtig Senior-Forschungsprofessorin an der Johannes-Gutenberg-Universität und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Dort leitet sie das Forschungsprojekt Europäische Religionsfrieden Digital (EuReD).
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Start:Mo. 20.04.2026
19:30 UhrEnde:Mo. 20.04.2026
21:00 Uhr -
Dozent*in:Dingel, Prof. Dr. h.c. Irene
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