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Rapito – Die Bologna-Entführung
Film von Marco Bellocchio (2023) – OV mit dt. UT

mit Paolo Pierobon, Fausto Russo Alesi, Barbara Ronchi

Bologna, 1858: Im Auftrag des Papstes dringen Soldaten in das Haus der Familie Mortara im jüdischen Viertel der Stadt ein. Sie erheben einen Anspruch darauf, Edgardo, den siebenjährigen Sohn der Mortaras, mitzunehmen. Als Säugling wurde der Junge heimlich von seiner Amme getauft – in diesen Fällen gilt das damals unumstößliche päpstliche Gesetz: Edgardo muss eine katholische Erziehung erhalten. Die verzweifelten Eltern tun alles, um ihren Sohn in die Familie zurückzuholen. Unterstützt von der Öffentlichkeit und der internationalen jüdischen Gemeinde, nimmt der Kampf der Mortaras schnell eine politische Dimension an. Doch die Kirche und der Papst stimmen der Rückgabe des Kindes nicht zu und nutzen den Fall, um ihre zunehmend schwankende Macht zu festigen … Der Film des renommierten italienischen Regisseurs Marco Bellocchio ist inspiriert von der wahren Geschichte Edgardo Mortaras. Der jüdische Junge wurde 1858 seiner Familie entrissen und unter der Obhut von Papst Pius IX. zum katholischen Glauben erzogen. „ ... sehr elegant, ein packender, psychologisch vielschichtig verdichteter Historienfilm“. Abendzeitung München (130 Min.).

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